|
|
WAZ, 13.11.2006
Von Mareike Müller
Jede(r) Neue ist willkommen
Begegnungsstätte St. Michael in Langenberg ist seit drei Jahrzehnten ein beliebter Treffpunkt.
Offen für alle Altersgruppen. Zeit, um Dönekes zum Besten zu geben
|
|
Mit dem Alter, sagen die Gäste und auch die Leiterin der Begegnungsstätte der Kirchengemeinde St, Michael in Langenberg, habe das alles nichts zu tun. Im Laufe der nun 30-jährigen Geschichte des Treffs wurde aus der Altentagesstätte erst ein Seniorentreff, dann die Begegnungsstätte. Denn eine Stätte der Begegnung, Zusammenkunft, des Beisammenseins sollen die Räume am Froweinplatz sein - und sich für alle Altersgruppen öffnen: nach unten und nach oben hin.
So ist die älteste Besucherin des Singkreises 95 Jahre alt, die Jüngste Mitte 40. Marianne Siegmar, die Leiterin der Sängergruppe, zählt zur ersten Garde der Begegnungsstätte. „Es ist schön, mit Menschen zusammen zu sein und nicht allein," sagt die aktive Langenbergerin. Maria Everts, die seit knapp vier Jahren die Begegnungsstätte besucht, pflichtet ihr bei: „Man fühlt sich hier immer willkommen." Und wirklich: Jeder, der durch die Tür kommt hat ein Lächeln auf den Lippen und wird lauthals begrüßt: „Da seid ihr ja!" Mut muss der Neuling nicht mitbringen: „Wir sind zwar eine eingeschworene Gemeinschaft, aber jeder Neue ist hier gern gesehen."
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
Auch Gisbert Maaß, den seine Mitspieler immer wieder necken: „Na komm, du Trödelpitter!" Beim Romme-Cup lässt sich der Langenberger Zeit mit der Wahl seiner Zahlen-Platten, und erzählt zwischendurch lieber ein paar Dönekes. Zum Beispiel, dass er die anderen von der Spielgruppe (er nennt sie „Krabbelgruppe") beim schwarzen Peter alle „schwarz" aussehen lässt.
Ruhiger geht es während des Malkreises, den „Montagsmalern" von Marianne Bargel, zu. Momentan werden neue Aquarell-Techniken mit dem Spachtel ausprobiert, „aber jeder kann natürlich auch seine Lieblingstechnik anwenden. Es soll ja schließlich in erster Linie Spaß machen." Auch wenn mehrere zum gleichen Thema malen würden, kämen immer völlig unterschiedliche Bilder heraus.
Die Arbeiten der „Montagsmaler" werden in den Räumen ausgestellt und auch verkauft. Auf Resonanz müssen die Künstler nicht warten. Jedes neue Werk wird von den anderen Besuchern begutachtet, gelobt oder auch kritisiert. Ein perfektes Zusammenspiel in der immer größer gewordenen Gemeinschaft.
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
| Täglich kann die Leiterin der Begegnungsstätte, Ulla Dragati, 28 bis 30 Besucher begrüßen. Seit 19 Jahren ist die Altenpflegerin für den Treff zuständig, organisiert Fahrten, regelt das Tagesprogramm, „Für mich ist dieser Job Berufung", sagt die Langenbergerin, die mit ihrem Einsatz dafür gesorgt hat, dass die Begegnungsstätte in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag feiern kann und für viele Menschen, ältere und jüngere, zu einer zweiten Heimat geworden ist- „Wer es Zuhause nicht aushält, Langeweile hat, kann immer hierher kommen." Mittwochs und freitags wird gemeinsam frisch gekocht, gemeinsam der Gottesdienst besucht und halt gespielt, gemalt, oder Handarbeiten gefertigt. Der Tag wird in Gemeinschaft mit kleinen, aber interessanten Tätigkeiten verbracht. Daher gab es anlässlich des Festtags keine dicke Torte, sondern frische, dampfende Geburtstagswaffeln, deren Teig Ulla Dragati zusammen mit ihrer Praktikantin Jennifer Jasper und der aus Russland stammenden Irina Ibragimova anrührte. Die Besucher danken ihr das Engagement mit ihrer fröhlichen, unbeschwerten Laune. |
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|